Partnerschaften des CVJM Hilchenbach

mit Ghana

Seit Mitte der achtziger Jahre des letzten Jahrhunderts haben CVJM Vereine in Deutschland Partnerschaften zu Vereinen im westlichen Afrika aufgebaut. Einen wesentlichen Impuls hierzu gab Fritz Pawelzik, der über Jahre als Partnerschaftssekretär des CVJM-Westbundes in Ghana gelebt hat.
Hilchenbach hat durch ihn und direkte Kontakte über das Ehepaar Dr.Appiah/Meier (Ghana/Deutschland) das Thema Partnerschaft und Weltdienst entdeckt.
Ein ganz wesentlicher Punkt unseres Einsatzes ist der "Waffelstand": Seit etwa 1985 macht sich der ganze Verein auf die Beine, um während der traditionellen Herbstkirmes in unserem Ort für Belange der Vereine in Ghana Waffeln zu backen, anzubieten und zu verkaufen. Dabei machen wir durch Bilder und in Gespächen auf das Thema "Engagement für Länder in der Dritten Welt" aufmerksam. Die Gelder aus dieser Waffelaktion, aus privatem Spenden, Unterstützung der Arbeit durch die Kommune und das Land, Aktionen in den Gruppen und Spenden von Benefizveranstaltungen unserer Schulen ist in den Bau eines Kindergartens in Akim Oda und eines Kommunikationszentrums in Mampong eingeflossen. (In der Gesamtsumme liegt der finanzielle Einsatz bis heute bei ca. 50 000 € )

Das ursprügliche Agreement, das mittlerweile verschiedentlich verlägert wurde

Akim Oda

Seit Anfang 1987 besteht eine Partnerschaft zum YMCA Akim Oda, dem Ortsverein einer Stadt mittig im südlichen Teil Ghanas, einer stark landwirtschaftlich genutzten Gegend, in der auch Industrie-Diamanten geschürft werden. Fröhliche Besitznahme der neuen Schaukel, Herbst 2003
Die Partnerschaft ist auf Anregung des damaligen Vorstands unseres Vereins unter Klaus Vitt durch Vermittlung der Partnerschaftssekretäre Fritz Pawelzik, CVJM Westbund, und Jonathan Quayefio-Mexico, YMCA Ghana - Easternregion, entstanden. Die Partnerschaft war konsequente Folge der Hilfestellung aus unserem Verein für Menschen in Westafrika in einer Zeit der starken Unruhen dort (siehe z.B. Waffelstand).
Vom dortigen Verein wird ein Kindergarten betrieben, an dessen Aufbau und an dessen Betrieb wir uns stark beteiligt haben.

Bei unserem Besuch im Herbst 2003 haben wir an der beeindruckenden Eröffnungsfeier teilgenommen. Das Einweihungsfest, Oktober 2003 Unsere Freunde betreiben den Kindergarten zwar schon seit geraumer Zeit - zum Zeitpunkt unseres Besuches wurde er von etwa 270 Kindern besucht - aber sie haben die offizielle Feier uns zu Ehren bis zu unserem Besuch aufgeschoben. Mit viel Liebe haben vor allem die Kinder an der Darstellung ihres Kindergartens mitgewirkt und in ihrer Stadt ihre Identifikation mit diesem schönen Platz deutlich gemacht.
In der Planung ist eine Erweiterung des Kindergarten-Projektes. Es soll ihm auf dem großen Gelände eine Grundschule angeschlossen werden.


Mampong

Seit September 1987 besteht eine Partnerschaft zum YMCA Mampong. Mampong ist ein kleiner Ort 50 km nördlich von Accra in den Hügeln oberhalb der schwülen Küstenebene, in der die Hauptstadt Ghanas liegt. Ein kleiner Trommelkurs für unseren Vorsitzenden Roger, Oktober 2003 Durch ständige Winde vom Meer her liegt der Hügelkamm der Akwapim-Berge klimatisch angenehmen und war schon früh im 19. Jahrhundert Ausgangsort Schweizer Missionsgesellschaften. Heute befinden sich in diesem Gebiet viele Schulen, auch solche mit besonderem Auftrag an Seh- und anderweitig Behinderten.
Die Partnerschaft mit Mampong ist auf ganz besondere Weise durch unseren Weltdienstbeauftragten Eberhard Stähler entstanden: Er hat den Verein in Mampong bei einem privaten Besuch des Städtchens auf Anregung der Familie Apia/Müller dort mit jungen, engagierten Christen der Presbyterian Church aus der Taufe gehoben.

In Mampong wird das von uns mitfinanzierte Kommunikationszentrum für Jugendarbeit und als Schulungsraum für Interessierte und die benachbarte Schule genutzt. Der neu eingerichtete Computerraum, Oktober 2003Obwohl sich der größte Teil unseres Vorhabens bei unserem Besuch im Herbst 2003 umsetzen ließ, - die Mamponger können ihren vernetzten Computerraum managen - läßt er sich jedoch noch nicht als Internet - Café nutzen, da die Telekom Ghana keinen Zugangspunkt in der Mamponger Umgebung und auch keine notwendigen Bandbreiten für diese Zwecke bereitstellen kann.


Matthias Lagemann, März 2004